Motorrad

Sachsenring Nicolai

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*Doppelsieg mit erneutem Reifenpoker am Sachsenring*

Erneut waren wir zu Gast bei der Classic Sachsenring Veranstaltung mit ca. 20.000 Zuschauern. Gerade hier gingen wieder bekannte Namen an den Start, wie z.B. ein Ex-Deutscher Meister und WM Fahrer Jochen Schmidt oder IDM Team Chef Michael Galinski. Auch Ex-Europameister Bernhard Schick trat wieder an. Auch mein Konkurrent, der nur wenige Zähler in der Meisterschaft hinter mir liegt, wollte die Führung übernehmen. Zudem ist der Sachsenring der schwierigste Kurs im Kalender, da es sehr viele Blinde Kurven gibt, die über Kuppen verlaufen.

Wir (SBK 90) starteten zusammen mit SBK Klassik und SBK Open. Es wurde gesamt gewertet und auch in den einzelnen Klasse.

Im Qualifying reichte es für den 2. Startplatz zwischen Jochen Schmid (SBK Open) und Gian Mertens (SBK Klassik) vom ganzen Feld.
Vor dem ersten Rennen war es sehr kalt und die Strecke nass, aber es regnete nicht und es waren noch 2 Klassen vor mir dran. Wieder knifflige Mischbedingungen. Wir entschieden uns für Slicks! Die einen hatten Regenreifen, die anderen Slicks und bei der Einführungsrunde war die Strecke noch zu 70% nass, aber das Potenzial zum Abtrocknen war hoch. Der Start erfolgte und es war verdammt schmierig. Ich war sehr vorsichtig das Bike nicht wegzuschmeißen und die Regenreifen Fahrer, darunter auch mein Konkurrent, kamen leicht an mir vorbei. Ich wurde auf Position 10 durchgereicht und hoffte sehr, dass es abtrocknete. Immer mehr trockene Stellen kamen zustande und ich fand langsam Vertrauen. Nach und nach konnte ich wieder zurücküberholen, aber die Zeit war mein größter Konkurrent, denn es waren nur noch 2 Minuten auf der Uhr. Mittlerweile war die Strecke zu 80% trocken und ich konnte Vollgas geben, die Regenreifen der Anderen machten schlapp. In der letzten Runde schaffte ich es noch auf den Gesamt 3. Platz, und somit der Sieg in meiner Klasse Ich war wirklich sehr froh, dass das Pokern diesmal für mich ausging, obwohl es so knapp war. Unglaublich wie so ein Rennen verlaufen kann Zudem hatte ich auch noch die schnellste Rennrunde mit 1.33….

Im zweiten Rennen war es trocken und ich konnte schnell meinen Rhythmus fahren. Jochen Schmidt war nicht aufzuhalten. Da merkt man, dass er WM gefahren ist. Respekt an ihn für diese Leistung. Mit ca. 8 Sekunden Vorsprung zum Dritten kam ich als 2. ins Ziel, was wieder der Sieg für mich bedeutete.