Vom 20. bis 22. Februar 2026 fanden am Hocken­heimring erneut die DMSB Medical Days statt – eine der wichtigsten Aus‑ und Fortbil­dungs­ver­an­stal­tungen für medizi­nische Einsatz­kräfte im deutschen Motor­sport. Mit einem praxis­ori­en­tierten Mix aus Lehrgängen, Workshops und reali­täts­nahen Rettungs­übungen bot das Wochenende eine umfas­sende Vorbe­reitung auf Einsätze an der Strecke.

Praxisnähe im Mittelpunkt

Wie in den offizi­ellen Ausschrei­bungen beschrieben, stand auch 2026 wieder der Trauma Life Support in Motor­sport (TLSiM) im Zentrum der Veran­staltung. Ergänzt wurde das Programm durch Extrication‑Übungen sowie lizenz­spe­zi­fische Workshops für Medizi­nische Einsatz­leiter, Leitender Rennarzt und Medical Car.
Besonders wertvoll waren die prakti­schen Übungen direkt an Rennfahr­zeugen verschie­denster Klassen – und hier leistete der Badische Motor­sportclub e.V. im DMV (BMC) einen entschei­denden Beitrag.

Fahrzeuge & Fahrer des BMC unter­stützen realis­tische Trainingsszenarien

Für die Medical Days stellte der BMC mehrere Fahrzeuge und sogar ihre Fahre­rinnen zur Verfügung, um die Rettungs­teams unter realis­ti­schen Bedin­gungen schulen zu können. Bei Extrication‑Übungen wurden die Fahre­rinnen selbst aus den Fahrzeugen gerettet – selbst­ver­ständlich ausschließlich als Übung.

Ein herzliches Danke­schön an:

  • Clarissa Czekalla – Dragster
  • Christian Steiner & Michael Prudlik – Sidecar
  • Dennis Boch – BMW 318
  • Kurt Ecke – Porsche GT3

Ihr Einsatz ermög­lichte es den teilneh­menden Rettungs­kräften, unter­schied­liche Fahrzeug­kon­zepte und Struk­turen kennen­zu­lernen – ein wichtiger Baustein für effektive Notfall­maß­nahmen im Motorsport.

Gastbeitrag von Marcus Kuntz – „ Medizin und Rennleitung – Better together “

Ein beson­deres Highlight war der Beitrag von Marcus Kuntz, Sport­leiter des BMC und Rennleiter, der die enge Zusam­men­arbeit zwischen Rennleitung und medizi­ni­schem Einsatzteam beleuchtete.
Sein Beitrag zeigt auf , wie essen­ziell klare Kommu­ni­kation, einge­spielte Abläufe und gegen­sei­tiges Verständnis für die Sicherheit aller Betei­ligten sind.
Er betonte die Bedeutung der gemeinsame Einsatz­vor­be­reitung, die abgestimmten Abläufen an der Strecke, regel­mäßige Übungen, sowie der gegen­sei­tigen Kenntnis von Arbeits­weisen, Heraus­for­de­rungen und Entscheidungswegen.

Sein Leitge­danke „Walk in the shoes of others“ zog sich wie ein roter Faden durch den Vortrag und wurde von den Teilneh­menden sehr positiv aufgenommen.

Austausch & Gemein­schaft – Gespräche, Lernen und Benzinduft

Zwischen den Lernein­heiten boten die Pausen und Abend­ver­an­stal­tungen reichlich Raum für Austausch:
Fachge­spräche über Motor­sport, Medizin und Rettungs­technik, lebendige Diskus­sionen und das sprich­wört­liche „Benzin­ge­spräch“ prägten die Atmosphäre. Bei gemein­samen Essen entstand ein wertvoller Mix aus Netzwerk, Zusam­men­arbeit und Motorsportleidenschaft.

Fazit

Die DMSB Medical Days 2026 haben erneut gezeigt, wie wichtig fundierte Ausbildung, reali­tätsnahe Übungen und inter­dis­zi­plinäre Zusam­men­arbeit für die Sicherheit im Motor­sport sind. Der BMC leistete mit der Bereit­stellung von Fahrzeugen und Fahrer*innen einen vorbild­lichen Beitrag – und setzte gemeinsam mit der Rennleitung ein deutliches Zeichen für gelebte Verant­wortung auf und neben der Strecke.

Text: Marcus Kuntz | BMC Hockenheim
Bilder: Bernd Etzkorn | Sass MotorBlog | BMC Hockenheim