Le Mans, 19. April 2026
Mit dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist die FIM Endurance World Championship in die neue Saison gestartet — tradi­tionell eines der Highlights im Kalender. Für Jan Bühn bedeutete
dieses Rennen in mehrfacher Hinsicht einen wichtigen Auftakt.

Nach einer verlet­zungs­be­dingt verkürzten Saison im vergan­genen Jahr, in der er nur an einem Rennen teilnehmen konnte und den Bol d’Or von außen verfolgen musste, lag der Fokus klar
darauf, wieder in den Rennrhythmus zu finden und gemeinsam mit dem neu formierten Team Champion HERT Powered by MRP eine stabile Basis zu schaffen. Dass sich diese Kombi­nation schnell einfinden würde, zeichnete sich früh ab.

Bereits beim Pre Le Mans-Test zwei Wochen vor dem Rennen zeigte das Team eine gute Basis. Die Zeiten waren konkur­renz­fähig, die Abstimmung passte, und auch unter­ein­ander entwi­ckelte sich schnell ein funktio­nie­rendes Zusammenspiel.
Diese Linie zog sich durch das gesamte Rennwo­chenende: konstante Leistungen im freien Training, ein solides Quali­fying und am Ende im Starting Grid auf P4.

Im Rennen selbst entwi­ckelte sich über weite Strecken ein enger Vergleich mit dem ehema­ligen Teamkol­legen Tecmas. Beide Teams bewegten sich auf ähnlichem Niveau, wechselten sich in den Positionen ab und forderten sich gegen­seitig heraus. Mit
zuneh­mender Renndauer konnte sich Champion HERT Powered by MRP jedoch Schritt für Schritt absetzen. Ab der vierten Rennstunde übernahm das Team die Führung, die sie im weiteren Verlauf konse­quent hielten. Spätestens ab Rennstunde acht dominierten sie an der Spitze.
Ohne größere Fehler, reibungs­losen Boxen­stops, mit einer klaren Strategie und konstantem Tempo brachten sie das Rennen zu Ende. Der Lohn: Sieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans in der Klasse Super­stock, maximale Punkte und die Führung in der Meisterschaft.

Für Jan Bühn ist es bereits der zweite Erfolg beim 24-Stunden-Rennen: „Es ist natürlich ein unbeschreib­liches Gefühl. Le Mans ist jedes Mal wieder etwas Beson­deres. Le Mans bringt viel Geschichte mit sich, und die Stimmung vor Ort ist mit keiner anderen Strecke vergleichbar.
Es ist eine große Ehre, nicht nur hier fahren zu dürfen, sondern auch auf dem Podium zu stehen. Vielen Dank an alle die das möglich gemacht haben.“

Ein Auftakt, der zeigt, dass das Team in dieser Konstel­lation schnell zusam­men­ge­funden hat. Die nächsten Punkte werden beim 8‑Stunden-Rennen in Spa am 6. Juni 2026 vergeben, wo
es gilt, die Leistung zu bestätigen.

Text: Mia Schober
Bild: David Reygondeau