30 Jahre Motor­sport, ein VW Polo 86C Coupé und eine klare Überzeugung: Motor­sport funktio­niert nur, wenn Menschen bereit sind, Verant­wortung zu übernehmen. Randolf Kretz­schmar ist seit vielen Jahren im Motor­sport aktiv und verbindet seine Leiden­schaft als Fahrer mit einem umfang­reichen ehren­amt­lichen Engagement. Als Mitglied des BMC Hockenheim ist er dabei eng mit dem Hocken­heimring und dem Motor­sport in der Region verbunden.

Sein aktuelles Sport­gerät ist ein VW Polo 86C Coupé, Baujahr 1988. Der kompakte Volks­wagen verfügt über einen 1.272 cm³ großen Motor und leistet rund 100 PS. Ursprünglich wurde der Polo für den Automo­bil­slalom aufgebaut – die Disziplin, in der Kretz­schmar seine motor­sport­liche Laufbahn begann.

Vom Slalom auf die Rundstrecke

Randolf Kretz­schmar, Jahrgang 1968, blickt inzwi­schen auf rund drei Jahrzehnte Motor­sport zurück. Viele Jahre war er im Slalom­sport aktiv, bevor er 2024 den Schritt auf die Rundstrecke wagte. Seitdem startet er in der VFV GLPpro und stellt sich mit seinem Polo einer neuen motor­sport­lichen Herausforderung.

Auch den Hocken­heimring kennt Kretz­schmar aus zwei ganz unter­schied­lichen Perspek­tiven. Bei den GLPpro-Veran­stal­tungen geht er selbst als Fahrer auf die Strecke. Gleich­zeitig ist er regel­mäßig als Sportwart der Strecken­si­cherung am Hocken­heimring im Einsatz.

Damit verbindet er zwei Seiten des Motor­sports, die für ihn untrennbar zusammengehören.

Ehrenamt als Teil des Motorsports

Sein Engagement beschränkt sich dabei nicht auf die Strecken­si­cherung. Kretz­schmar verfügt unter anderem über die Lizenzen als Sportwart der Strecken­si­cherung, Rennleiter Slalom und Umwelt­be­auf­tragter. Zudem ist er Referent für Automo­bil­sport beim ADAC Nordbaden.

Für ihn ist das ehren­amt­liche Engagement eine Selbst­ver­ständ­lichkeit – und gleich­zeitig eine wichtige Voraus­setzung dafür, dass Motor­sport überhaupt statt­finden kann.

„Ohne das Ehrenamt im Motor­sport geht es nicht. Es würde ohne die zahlreichen Helfer keine Veran­stal­tungen geben.“

Als Fahrer erlebt Kretz­schmar selbst, wie wichtig die Menschen entlang der Strecke sind. Strecken­posten, Funktionäre und zahlreiche weitere Helfer sorgen dafür, dass die Veran­stal­tungen sicher und organi­siert durch­ge­führt werden können.

Deshalb möchte er seinen eigenen Beitrag leisten:

„Aus diesem Grund trage ich als Fahrer gerne meinen Teil dazu bei. Denn wenn draußen niemand an der Strecke steht, kann ich nicht fahren.“

Für Kretz­schmar bedeutet das: Wenn andere Fahrer auf der Strecke unterwegs sind, steht er auch selbst an der Strecke und übernimmt Verantwortung.

„Und damit andere auch fahren können, stelle ich mich eben auch selbst an die Strecke und gebe so einen Teil zurück.“

Mit dem BMC Hockenheim verbunden

Als Mitglied des BMC Hockenheim ist Kretz­schmar eng mit dem Verein und dem Hocken­heimring verbunden. Gerade hier zeigt sich, wie eng aktiver Motor­sport und ehren­amt­liches Engagement mitein­ander verbunden sind.

Ob im Cockpit seines rund 100 PS starken VW Polo 86C Coupé, als Sportwart an der Strecke oder in seinen verschie­denen Funktionen im Automo­bil­sport – Kretz­schmar bringt seine Erfahrung und seine Leiden­schaft auf unter­schied­liche Weise ein.

Seine Geschichte steht dabei stell­ver­tretend für viele Menschen, die den Motor­sport nicht nur als Fahrer erleben, sondern sich auch hinter den Kulissen engagieren.

Denn Motor­sport besteht nicht nur aus schnellen Autos, Motoren und spannenden Zweikämpfen. Motor­sport lebt von den Menschen, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Leiden­schaft einbringen.

Randolf Kretz­schmar ist einer von ihnen – als Fahrer auf der Strecke und als engagiertes Mitglied des BMC Hockenheim neben der Strecke.

Text und Bilder: Bernd Etzkorn — BMC